Warschauer Symphonie-Orchester

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Klassik & Meer 2018 „Eröffnungskonzert“

Montag, 16. Juli 2018

„Grande Amore“ mit Leon Voci

GüKa „Musik ist ein Geschenk und eine Gabe Gottes, sie vertreibt den Teufel, sie macht
die Leute fröhlich und man vergisst über sie alle Laster“. Kein geringerer als Martin Luther
sagte dies über die Musik. Am Montag ist es wieder soweit; das Warschauer Symphonie-
Orchester wird um 20 Uhr im Kurtheater in einem grandiosen Eröffnungskonzert ihre 39.
Konzertsaison mit dem Ensemble Leon Voci eröffnen. Unter dem Motto „Grande Amore“
präsentieren die vier jungen Sänger aus der Ukraine u.a. weltbekannte Hits aus
Opernarien, Musicals, sowie die schönsten Stücke von Andrea Bocelli, den Canadian
Tenore und der Gruppe Il Divo. Das Quartett, derzeit eines der besten der Welt, inszeniert
sein Repertoire in perfekter Studie für vier Männerstimmen. Auf vielen Musikfestivals, in
Philharmonien und Kulturhäusern eroberten sie das Publikum und werden es mit
emotionaler Musik, gepaart mit temperamentvollem Gesang, bei ihrem Norderney-Debüt
mitreissen. Die Gruppe besteht aus professionellen Sängern, die Preisträger vieler
Wettbewerbe sind und darüber hinaus internationale Bühnenerfahrung haben. Das
künstlerische Image dieser excellenten jungen Sänger geht auf lange Tradition der
Weltpopularkultur mit grosser Klasse zurück. Sie sind außerdem mit natürlich schön
klingenden Stimmen ausgestattet. Mit ungewöhnlicher Mischung aus den schönsten
Arien und modernsten Gesängen der Popkultur ist Tenors Leon Voci ein äußerst
energiegeladenes Vokalquartett. Die vier Sänger gestalten ihr Programm in 7 Sprachen.
Begleitet werden sie vom Warschauer Symphonie-Orchester unter der Leitung von
Tadeusz Wicherek. Ihm zur Seite steht in diesem Sommer wieder als 2. Dirigent Maciej
Sztor, der an diesem Abend aber noch nicht dabei ist. Seit 1980 kommen die polnischen
Musiker zu uns auf die Insel, die für viele ihr Sommerhaus ist. Sie werden im Laufe der
Saison neben den Kurkonzerten auch Symphonie-, Familien- und Sonder-Konzerte sowie
eine White Night, OLB-Classic-Night und am 31. August ein großes Abschlusskonzert
spielen. Darüber hinaus wir das Orchester zahlreiche Solisten begleiten, damit die 39.
Konzertsaison zum musikalischen Erlebnis wird.
Leon Voci

 

 

 

 


Ensemble „Leon Voci“


 

Klassik & Meer 2018 „1. Symphonie-Konzert“
Freitag, 20. Juli 2018
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„Wahrhafte Größe mit klassischer Vollendung“
GüKa Mit neuem Konzept und Titel werden im Rahmen „Klassik und Meer“ das erste Mal vier
Symphonie-Konzerte kostenfrei in dieser Saison angeboten, ermöglicht durch die Unterstützung
der Stadtwerke Norderney. Möge das Interesse für die Norderneyer Konzert-Tradition dadurch
einen weiteren Schub bekommen. Unter Leitung von Maciej Koczur wird das Warschauer
Symphonie-Orchester um 20 Uhr im großen Saal des Conversationshauses das 1. Symphonie-
Konzert mit Werken von Carl Jacobi und Wolfgang Amadeus Mozart präsentieren.
Carl Jacobi (1791-1852) Mit der Polonaise aus der Feder des Komponisten wird der Abend
eröffnet. Er wurde 1791 in Ilmenau geboren, galt als einer der bedeutendsten Komponisten für
Fagott im 19. Jh. und verfügte über sehr gutes Gefühl für das Instrument. Er war Fagottist am
Coburger Hof; später wurde er als einer der besten in Deutschland angesehen, 1928 zweiter
Dirgent und 1832 musikalischer Direktor am Theater in Coburg, wo er 1852 verstarb. Auf
Norderney wird seine Polonaise das erste Mal aufgeführt. Im Mittelpunkt wird das „Konzert für
Fagott und Orchester B-Dur KV 191“ von Mozart mit der Solistin Katarzyrna Zdybel-Nam stehen.
Sie begann 1998 ihr Fagott-Studium an der Staatlichen Primar- und Sekundarschule in Zamosc
unter Leitung von Jerzy Lisak. 2002-07 studierte sie an der Musikakademie Warschau unter
Leitung von Prof. Zbigniew Pluzek. Es folgte ein Aufbaustudium mit Auszeichnung an der
HKatazynaochschule für Musik in Stuttgart.
2009-14 promovierte sie bei Prof. Czeelaw Klonowski an der
K.Lipinski Musikakdemie in Wroclaw und erhielt den
Titel „Doktor der Künste“. Außerdem bekam
sie zahlreiche internationale Preise auf Wettbewerben
und hatte Auftritte mit dem Stuutgarter Kammer-
orchester, der Sinfonia Varsovia, der polnischen Kammer-
philharmonie Sopot, dem Symphonie-Orchester
des Moskauer Konservatoriums und dem Orchester der
Moskauer Philharmoniker. 2011/12 war sie Solistin der
Royal Opera Kopenhagen, 2013/14 beim Schwedischen
Nationalorchester Göteborg und seit 2007 Solistin bei der
Wroclaw Philharmonie. Das Konzert für Fagott und
Orchester ist ihr Norderney Debüt und das erste Bläser-
konzert von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791),
das vermutlich im Juni 1774 im Tanzmeisterhaus am Salz-
burger Markartplatz entstand.
Dem Köchelverzeichnis nach zu urteilen, ist es ein
Auftragswerk des kurbayrischen Freiherrn Thaddäus von
 Dürnitz (1756-1803).
Unter Berufung auf einen Hinweis des ersten großen Mozart-Forschers Otto Jahn,
vermerkt Ludwig Ritter von Köchel, dass der Landtagsabgeordnete Joseph Georg Rabl in Münchhofen
bei Regensburg die Musikaliensammlung des Freiherrn von Dürnitz erworben hatte. Dort sollen sich
unter Mozarts Namen drei heute verschollene Konzerte befunden haben. Das Konzert wurde in einer Zeit
geschrieben, die „zu den geruhsamsten Zeiten in Mozarts Leben“ gehörte. Er befand sich gerade
an der Wende zu einem seiner größten Reifeprozesse. Die Musik spiegelt das Leben in Salzburg
deutlich wider, und man erkennt eine - wie es ein Mozart Biograph nennt, „Zuwendung zu mehr
galantem Ausdruck“. Das Fagottkonzert zeichnet sich als ein Juwel aus, denn die Soli sind mit
Sprüngen, Läufen und Kantabilitäten von Anfang bis Ende mit Lust und Liebe geschrieben, was
auch die lebhafte Anteilnahme des Orchesters dokumentiert. Im letzten Teil des Abends kommt
die „Sinfonie in C-Dur, Nr. 41, KV 551 - Jupiter-Sinfonie“ zur Aufführung. Sie wurde nur 16 Tage
nach der G-moll-Sinfonie vollendet und bildet einen Schlussstein im Gefüge der Mozart-Sinfonien.
Die Uraufführung fand am 10. August 1788 statt. Der Beiname „Jupiter-Sinfonie“ ist wohl durch
die wahrhafte Größe der Thematik und im Aufbau zu suchen, denn in der Musik ist eine klassische
Vollendung und wundervolle Ausgeglichenheit zu spüren. Alle Sätze, mit Ausnahme des zweiten
(Andante cantabile) sind motivisch und thematisch eng miteinander verbunden. Pomphaft ist der
Beginn und seelenvoll die Weiterführung. Diese dramatische Gegensätzlichkeit beherrscht den
ganzen Satz und gleicht einer Anmut, die wie eine Zwiesprache zwischen Welt und Ich oder
Schein und Sein anmutet. Das Andante cantabile hingegen ist ein einziger großer Gesang von
wunderbarem Ausdruck und tiefstem Emfinden mit leiser wehmütiger Stimmung. Im Menuett
bezaubert die schlicht gleitende Melodie mit ihren zwinkernden Hüpfern im dritten Takt. Die
Krönung des Werkes ist im letzten Satz, dem Finale, zu finden. Sie stellt Mozarts kontrapunktische
Meisterleistung seines sinfonischen Schaffens dar und die Würdigung Jupiters durch wahrhaftige
Größe des Werkes.

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Klassik & Meer 2018 „White Night“

Dienstag, 24. Juli 2018

„Strahlen in Weiß“

GüKa Bei schönem Wetter wird sich der Kurgarten in diesem Jahr wieder in ein weißes elegantes
sowie gemütliches Picknick-Areal verwandeln. Der Ursprung dieser Veranstaltung ist im Sommer
1998 in Paris zu suchen, als ein gewisser Francois Pasquier seine überfüllte private Gartenparty
spontan in den nahegelegenen Bois de Boulogne verlegt haben soll. Das „Diner en blanc“ ist auf
eine Privatinitiative hin gegründet worden, wo weiß gekleidete Freunde und Bekannte über
Netztwerke zu einem organisierten Massenpicknick an prominenten städtischen Orten zusammen
kommen. Seither ist dies Veranstaltungs-Phänomen weltweit zu finden. In Deutschland gab es
das erste „Diner en blanc“ 2008 in Hannover, seitdem zunehmend auch in anderen deutschen
Städten. Wie schon im letzten jahr werden nur Gäste in weißer Kleidung in den Kurgarten
gelassen. Es wäre schön, wenn sie in strahlendem Weiß und mit gefüllten Picknickkörben
erscheinen würden. Bei Musik von Klassik bis Pop kann der Besucher einen unvergeßlichen
Abend genießen. Wenn man einen Picknickkorb mitbringt, kann man bei der Tourist-Information,
Tel. 04932-891900 kostenlos ein Tisch reservieren. Weiße Kleidung ist Pflicht und zugleich ihre
kostenlose Eintrittskarte. Strahlendweiße Kleidung ist ihre Visitenkarte für den sommerlichen
Konzert-Abend. Bei schlechtem Wetter fällt diese Veranstaltung ersatzlos aus!

Klassik & Meer 2018 „1. Familienkonzert 2018“

Sonnabend, 28. Juli 2018
WSO Nordstrand

„Disney’s Filmmusiken bringen einen Zauber der Musik“
GüKa Nach dem riesigen Erfolg im letzten Jahr bietet die Staatsbad GmbH auch in diesem Jahr
zwei Familienkonzerte an. Am heutigen Sonnabend um 15 Uhr wird das Warschauer Symphonie-
Orchester unter Leitung von Tadeusz Wicherek das erste Konzert veranstalten. Eltern mit Kindern,
Musikliebhaber und Fans sind bei freiem Eintritt herzlich eingeladen zum Disney-
Konzertnachmittag um 15 Uhr am Januskopf in die Summertime-Arena am Nordstrand. Auf dem
Programm steht Filmmusik aus zahlreichen Walt-Disney-Filmen. Für viele ist es Erinnerung an die
Jugendzeit und für die Kinder ein musikalischer Spass, denn auch sie mögen die Disney-Filme.
Besonders die Musik der Disney-Produktionen üben einen gewissen Zauber aus, denn diese
Musik wurde zu einem Meilenstein der Tonkunst. Der Erfolg ist nicht nur in der Geschichte und der
Umsetzung zu sehen, sondern die Filme leben insbesondere von der Musik. Für fast alle Disney-
Filme konnte das Unternehmen für ihre Projekte großartige Komponisten gewinnen. Im Programm
stehen u.a. Melodien aus „Die Schöne und das Biest - König der Löwen - Alladin - Das
Dschungelbuch - Die kleine Meerjungfrau - Frozen oder die Eiskönigin“. Die Idee der Veranstalter
ist es, die Kinder schon im frühen Alter zur Musik zu bringen und da ist ein Disney-Konzert ein
richtiger Baustein. Der Eintritt ist frei durch die Leistung der Norderney-Card.

Klassik & Meer 2018 „2. Symphoniekonzert 2018“
Mittwoch, 1. August 2018
„Konzert mit schwelgender Harmonie“
Wang_ Xueqing

GüKa Tauchen Sie ein beim 2. Symphonie-Konzert am Mittwoch um 20 Uhr im großen Saal des
onversationshauses. Drei Werke von verschiedenen Komponisten stehen auf dem Programm.
Der Beginn ist dem französischen Komponisten Georges Bizet (1838-1875) gewidmet. Er schrieb
1872 nach Daudet’s Drama „L’Arlesienne“ die Suiten 1 und 2. Hierbei handelt es sich um
provencialische Volkslieder, die zur Bühnenmusik verarbeitet wurden. Der Erfolg der 1. Suite trat
jedoch erst nach dem Tod Bizet’s ein, worauf sein Freund, Ernest Guiraud, eine 2. Suite aus den
insgesamt 27 umfassenden Melodien zusammenstellte. Im 2. Teil kommt es für Norderney zu
einer Uraufführung, denn das „Flötenkonzert in e-Moll, op.57“ vom italiener Saverio Mercadante
(1795-1870) wird erstmalig bei uns gespielt. Er wuchs als uneheliches Kind in ärmlichen
Verhältnissen auf, erhielt seine künstlerische Ausbildung ab 1808 im Conservatorio di San
Sebastiano in Neapel, schloß 1816 mit Auszeichnung sein Studium ab und komponierte mit 23
Jahren seine erste Oper. In dieser Zeit entstanden bereits 150 vorwiegend Kammer- und
Orchesterwerke, darunter 1813 sein heute bekanntestes, das „2. Flötenkonzert in e-Moll, op.57“.
Im Laufe seines Lebens gab es viele Opernpremieren u.a. in Rom, Mailand Venedig, Wien, Madrid,
Lissabon und Paris. Er schrieb auch noch 20 Messen, Lieder und Stücke für Orchester. In Novara
verlor er 1862 ein Auge und erblindete. Das Konzert wird am heutigen Abend von der Flötistin
Xuequing Wang gespielt, die zum 2. Mal als Solistin verpflichtet wurde. Geboren 1989 in Peking,
gewann sie mit 16 Jahren den 1. Preis im Sinfoniewettbewerb des „International Youth and Music
Festivals“. Sie beschäftigt sich neben der modernen Flöte auch mit der Traversflöte (alter Begriff
des 17. Jh. für die Querflöte). Seit 2016 ist sie Stipendiatin der „Werner-Richard-Dr.Carl-Dörken-
Stiftung“. Sie beherrscht ihr Instrument in Perfektion, und ihr Spiel spinnt seidenfeine Töne, die
exotisch und sinnlich wirken. Die Bühnenpräsenz der charmanten Chinesin wirkt fesselnd auf die
Konzertbesucher. Das Finale des Abends ist dem großen Komponisten Franz Schubert
(1797-1828) gewidmet. Am 21. März 1839 wurde die „Symphonie Nr. 9 C-Dur, D.944 - Die Große“
genannt, im Gewandhaus Leipzig unter Leitung von Felix Mendelssohn-Bartholdy uraufgeführt.
Schubert selbst erkannte den Wert dieser Komposition, die der sehr viel kürzeren 6. Sinfonie in CDur
glich und gab dem neuen Werk den Beinamen „Die Große“. Es trägt, nach dem aktuellen
Stand der Forschung, in der Reihe von Schuberts Sinfonien die Nr. 8. Ihre Entstehung lag lange
Zeit im Dunkeln. Auf der Notenseite des Partitur-Manuskripts ist „März 1828“ angegeben, das
Todesjahr des Komponisten. Untersuchungen an dem verwendeten Papier ergaben jedoch, dass
es sich bei dieser Datierung weder um den Beginn der Komposition noch um den Zeitpunkt einer
detaillierten Ausarbeitung handeln kann. Forschungsergebnisse gehen vielmehr davon aus, dass
das Werk bereits 1825 geschrieben wurde. Der Musikwissenschaftler Ernst Hilmar sieht die
Möglichkeit, dass Schuberts Handschrift in einer 5 von einer 8 kaum zu unterscheiden ist, schlicht
als falsch eingestuft. Erschwerend ist die Tatsache, dass die Datierung zusätzlich von fremder
Hand auf „1828“ überschrieben wurde. In der Sommerfrische 1825 in Gmünden und später in Bad
Gastein arbeitete Schubert an einer C-Dur Sinfonie. Im Schreiben des Komponisten an die
„Gesellschaft der Musikfreunde“ in Wien widmete er im Oktober 1826 dieses Werk der
Gesellschaft. In dem Jahr gelangte die Komposition in das dortige Museum. Die Unterscheidung
zur 6. Sinfonie in C-Dur liegt somit auf der Hand, denn das heutige Werk ist viel kompakter. In vier
Sätzen erwartet den Besucher ein schwelgendes, mit Harmonik versehendes Konzert. Bei freiem
Eintritt, dank der Stadtwerke Norderney, spielt das Warschauer Symphonie-Orchester unter
Leitung von Tadeusz Wicherek.

Klassik & Meer 2018 „Sonderkonzert 2018 - 2 Klaviere und Orchester“
Klavier-Sonderkonzert

Sonnabend, 04. August 2018

„Schwelgende Musik mit Harmonie“

GüKa Heute Abend um 20 Uhr wird das Warschauer Symphonie-Orchester unter Leitung von
Maciej Sztor mit zwei Pianisten ein außergewöhnliches Klavierkonzert spielen. Das Duo Leonhard
Dering und Alexander Maria Wagner trat schon mehrfach erfolgreich auf, so u.a. in Luzern,
München und Bonn. Der Pianist Leonhard Dering wurde 1991 in Tomsk in eine deutsch-russische
Familie geboren und wuchs seit 1993 in Coburg auf. Seine erste Musiklehrerin war Neuhaus-
Schülerin Anna Schatz; später studierte er bei Lev Natochenny. Derzeit pendelt er zwischen
Luzern (Studienort ) und Frankfurt am Main ( Wohnort ). Er gewann 2016 den „Premir prix des
Concours International de Piano Alexandre Scriabine“ in Paris. 2017 bekam er ein „Richard-
Wagner-Stipendium“. Zahlreiche Konzerte führten ihn in viele Länder, u.a. Schweiz, Ukraine und
Rußland und in Deutschland u.a. nach München, Berlin, Bayreuth und Mainz. Bei Festivals wie
den Donaueschinger Musiktagen, Festival Mas i Mas Barcelona oder beim Klavierfestival in Split
hinterließ er erfolgreich seine Visitenkarte. Viele Rundfunkhäuser spielen seine Aufnahmen.
Zusammen mit Alexander M. Wagner bildet er ein hervorragendes Klavierduo. Alexander M.
Wagner wurde am 31. Januar 1995 geboren. Sein Studium für Klavier und Komposition begann er
bei Franz Hummel, derzeit arbeitet er mit Prof. Pavel Gililov am Salzburger Mozarteum. Seine
Konzerttätigkeiten führten ihn neben zahlreichen Auftritten in Deutschland u.a. nach Österreich,
Tschechien, Frankreich und in die Schweiz.Mit 14 Jahren komponierte er seine erste Sinfonie
“Kraftwerk“. Dieses jugendliche Orchesterwerk begeisterte den damaligen Chefdirigenten der
Bulgarischen Nationalphilharmonie, Alexej Kornienko, so sehr, daß er mit ihm in Sofia eine CD
produzierte. Rundfunk- und Fernsehanstalten sendeten bereits Portraits von ihm. Über sein 2.
Album mit Klavierwerken von Bach, Schumann und eigenen Kompositionen schreibt der Kritiker
Ingo Harden im Fono Forum:“…verblüfft von den ersten bis zu den letzten Takten durch die
unverstellte Direktheit des Spiels und die klare selbstgewisse Entschiedenheit der Aussage“.
Alexander M. Wagner meistert die vielen pianistischen und musikalischen Hürden mit
überrennender Bravour. Zusammen wird das Duo mit dem Warschauer Symphonie-Orchester ein
Konzert von Bach und Mozart geben. Zu Beginn erklingt das „Concerto C-Moll“ von Johann
Sebastian Bach (1685-1750). Von allen Cembalokonzerten Bachs ist dies wohl das einzige, das
als Cembalobild entstand, allerdings nicht in orchestraler Gestalt. Die Cembali haben viel Dialog
untereinander und spielen durchweg antiphonal (gegentönig). Zahlreiche Cembalowerke von Bach
wurden später für Klavier umgeschrieben. Im heutigen Mittelpunkt steht das „Klavierkonzert in Es-
Dur, KV 482“ von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Es wurde im Dezember 1785
uraufgeführt und ähnelt dem fast neun Jahre später in der gleichen Tonart verfaßten älteren
„Jeunehomme-Konzert, KV271“. Zumall der dreiteilige Schlusssatz ein Rondo mit
eingeschobenem Andantino cantabile ist und formal noch einmal an das Salzburger
Klavierkonzert anknüpft. Noch deutlicher ist die Verwandtschaft beider Werke im mittleren Teil zu
erkennen. In Form einer groß angelegten Variation macht sich im c-moll Andante Ausdruck von
Schmerz und Trauer breit. An Stelle von Oboen hat Mozart zu ersten Mal in einem Klavierkonzert
Klarinetten verwendet. Das Konzert besitzt im Grunde zwei Gesichter, nämlich eines dem breiten
Publikum zugewandt und eines abgekehrt. Es ist im symphonisch-exzessiven Stil angelegt und
stellt die Extreme gegeneinander. Ein Spiel im Zeitgeschmack mit persönlichem Bekenntnis. Bei
der Uraufführung mußte Mozart den 3. Satz wiederholen, ein Beweis dafür, dass er mit seinen
betont subjektiven und unkonventionellen Kompositionen verstanden wurde. Im letzten Teil des
Abends wird nach längerer Pause „Le Carneval des Animaux“, besser bekannt als „Karneval der
Tiere“ von Camille Saint-Seans (1835-1921), aufgeführt. Die „Große zoologische Fantasie“ hatte
er fertiggestellt, doch zu Lebzeiten untersagt, diese aufzuführen, weil er befürchtete, dieses
humoristische Meisterwerk könnte seine seriösen Kompositionen an Beliebtheit übertreffen.
Tatsächlich wird es heute häufiger gespielt als die meisten anderen seiner instrumentalen
Kompositionen. Zur Darstellung der bunt gemischten Menagerie, der außer Löwen, Elefanten,
Vögeln, Fischen, Schildkröten und anderem Getier auch „Fossilien und Pianisten“ gehören,
bedient sich Saint-Seans eines kammermusikalischen Ensembles : Flöte, Klarinette, zwei Klaviere,
Streicher, Xylophon und Glasharmonika (die heute meist durch ein Glockenspiel ersetzt wird). Es
wird dem Konzertgänger Vergnügen bereiten, den 14 kurzen Sätzen, die mehr oder minder in
parodistischer Absicht gehalten sind, zu lauschen.

Klassik & Meer 2018 „3. Symphonie-Konzert 2018“
Dienstag, 07. August 2018
Leonhard Dering
„Prunkvoller Klaviersatz und tschechisch-folkloristische Melodienfolge“
Den tschechischen Komponisten Dvorak und Smetana gelang es, eine Verschmelzung klassischromantischer
Prinzipien mit heimischer Folklore zu verbinden und so der nationalen tschechischen
Musik weltweiten Stellenwert zu geben. Im 2. Teil des heutigen Symphonie-Konzertes wird die „8.
Symphonie G-Dur, op. 88 - Die Englische“ von Antonin Dvorak (1841-1904) gespielt. Das Konzert
wurde 1889 komponiert und steht im Gegensatz zur Vorgängerin in schärfstem Kontrast. Dvorak
wollte sich mit dem Werk für seine Aufnahme in die tschechische Kaiser-Franz-Joseph-Akademie
bedanken. Das Musikstück erfreute sich besonderer Beliebtheit in England, denn Dvorak hatte sie
am Abend vor seiner Promotion zum Ehrendoktor in Cambridge dirigiert. Da sein langjähriger
Verleger Simrock sich mit ihm zerstritten hatte, bot er dem englischen Verlag Vovello diese
Komposition für die Publikumsrechte an. Sie spricht gegenüber der „Siebten“ eine betont
freundliche Sprache. Wie eine „Pastorale“ scheint die Musik im Kopfsatz des Hauptthemas zu
wirken, die durchzogenen tschechisch-folkloristischen Melodiebildungen, die einleitende Fanfare
sowie einige Variationen über ein Thema, das mit dem Vogelruf aus dem Kopfsatz in enger
Beziehung steht. Zusammen mit dem Warschauer Symphonie-Orchester unter Leitung von
Tadeusz Wicherek wird der Pianist Leonhard Dering, der am letzten Sonnabend bereits mit seinem
Duo-Partner ein grandioses Konzert gab, das heutige Tschaikowsky Klavierkonzert spielen. Er
wurde 1991 in Tomsk in eine deutsch-russische Familie geboren und wuchs seit 1993 in Coburg
auf. Seine erste Musiklehrerin war Neuhaus-Schülerin Anna Schatz; später studierte er bei Lev
Natochenny. Derzeit pendelt er zwischen Luzern (Studienort ) und Frankfurt am Main ( Wohnort ).
Er gewann 2016 den „Premir prix des Concours International de Piano Alexandre Scriabine“ in
Paris. 2017 bekam er ein „Richard-Wagner-Stipendium“. Zahlreiche Konzerte führten ihn in viele
Länder, u.a. Schweiz, Ukraine und Rußland und in Deutschland u.a. nach München, Berlin,
Bayreuth und Mainz. Bei Festivals wie den Donaueschinger Musiktagen, Festival Mas i Mas
Barcelona oder beim Klavierfestival in Split hinterließ er erfolgreich seine Visitenkarte. Viele
Rundfunkhäuser spielen seine Aufnahmen. Heute brilliert er mit dem „Konzert für Klavier und
Orchester Nr. 1 b-moll, op. 23“ von Peter I. Tschaikowsky (1840-1893). Der Komponist widmete
das Werk Hans von Bülow. Es hat sich von seinen drei Klavierkonzerten als einziges durchgesetzt.
Die ungewöhnliche Popularität ließ es wohl zum meist gespielten Konzert der gesamten
Musikliteratur werden. Tschaikowsky komponierte dieses Werk im November und Dezember 1874
in Moskau. Es bietet dem Solisten nicht nur einen prunkvollen Klaviersatz, sondern zahlreiche
Höhepunkte, die zu brilliantem Abschluß führen. Hans von Bülow hatte das Material auf seiner
Konzertreise durch die USA mitgenommen und spielte es zum ersten Mal am 25. Oktober 1875
mit dem Dirigenten Benjamin Johnson Lang in der Music Hall Boston. Danach schrieb er an
Tschaikowsky „das ist eine wirkliche Perle und sie verdienen die Dankbarkeit aller Pianisten“.
Am heutigen Dienstag um 20 Uhr bei freiem Eintritt im Conversationshaus, Dank der Sponsoren,
Stadtwerke Norderney. Die Plätze sollten pünktlich eingenommen werden, Einlass während des
Konzertes ist nicht möglich.

Klassik & Meer 2018 „2. Sonderkonzert „My Name is Bond 007“
Freitag, 10. August 2018
My Name is James Bond_Bild
„Gestatten - My Name is Bond 007“
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GüKa Ein Film ohne Musik kann tödlich langweilig sein. Musik untermalt stets die Bilder,
romantisch, reisserisch und mitreissend. Filmmusiken zeichnen sich durch ihre Klangfarbe aus
und begleiten die Bilder auf der Leinwand. Besonders die James-Bond-Songs erfreuen sich
großer Beliebtheit. Alles begann 1953, als der Autor Ian Fleming sein erstes Buch „Casino Royal“
herausbrachte. Ein Jahr später konnte man 007 zum ersten Mal auf der Mattscheibe sehen. Die
amerikanische TV-Serie hieß „CLIMAX“ und der erste TV-Film war „Casino Royal“ mit dem
Geheimagenten Barry Nelson. Erst 10 Jahre später kam der neue Bond „Sean Connery“ mit dem
Film „007 jagt Dr. No“ in die Kinos. Am 24. Januar 1963 lief dieser Film in Deutschland an. Mit
dem britischen Geheimagenten begann ein unglaublicher Erfolg. Den Anfang machte Sean
Connery, der von allen eingefleischten Bond-Fans als der Beste an erster Stelle genannt wird
Doch auch die Musik ist die Würze in den ca. 25 James-Bond-007-Filmen. Viele Titel eroberten
erfolgreich in zahlreichen Ländern die Chart-Spitze. John Barry komponierte den Titelsong
„James-Bond-Theme“ und nahm ihn mit seinem Orchester auf. So begann im Laufe weniger
Jahre eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, die auch noch nach 56 Jahren Kinogeschichte
schreibt. Noch heute prägt das Bond-Fieber viele Generationen. Es ist besonders die Musik, die
bei vielen im Gedächtnis bleibt und Erinnerungen wach ruft. Namhafte Interpreten machten die
Songs zu Welthits, allein Shirley Bassey sang für 3 Bond-Filme den Titelsong. Schon 1971 gab sie
„Diamonds Are Forever“ im Film „Diamantenfieber“ ihre Stimme und 1979 dem Film „Moonraker -
Streng Geheim“, wo der Titelsong im gleichen Jahr die Charts erreichte. Unter den Weltstars, die
für Bond-Filme den Titelsong einspielten befinden sich Namen wie Tom Jones, Nancy Sinatra,
Paul McCartney & Wings, Lulu, Tina Turner, Madonna und Adele. 1982 erschien der 13. Film
„Octopussy“ mit Roger Moore, wo es um den Kalten Krieg und die Atombombe ging. Den Titel
„All Time High“ sang Rita Coolidge. 18 Jahre zuvor klang der Song „Goldfinger“ in Kinos und aus
Radios. Sean Connery und Gerd Fröbe als Bösewicht glänzten in dem gleichnamigen Film, in dem
Bond, ausgerüstet mit einem Wunderauto, den Bösewicht vernichten soll. 16 Jahre später sah
man Roger Moore in dem Streifen „In tödlicher Mission“, der zwar nicht durch Spezial-Effekte
beeindruckte, aber trotzdem für spannende Unterhaltung sorgte. In dem Film sang Sheena Easton
„For Your Eyes Only“. Mit dem 2. Sonderkonzert werden die Musiker vom Warschauer
Symphonie-Orchester unter Leitung von Maciej Sztor mit Patrycja Ciska und Krzysztof Pietrzak -
Gesang - die Zuhörer auf eine einmalige Reise entführen. Titelmelodien, die Geschichte
geschrieben haben - kein Zweifel : ein großartiges Erlebnis!
Am Freitag um 20 Uhr im Kurtheater - „My Name is Bond 007“

Klassik & Meer 2018 Sonderkonzert „Das Sopran-Bariton-Duett“
Mittwoch, 15. August 2018
Annette Luig   prof b valentin
„Zwei außergewöhnliche Stimmen im Duettabend“
GüKa Erleben Sie einen schillernden Duett-Abend mit Melodien von Oper und Operette, die um
die Welt gegangen sind und schon früher, wie heute, die Herzen berühren. Das Warschauer
Symphonie-Orchester unter Leitung von Tadeusz Wicherek erwartet Sie am Mittwoch, 15. August
2018 um 20 Uhr im Kurtheater. Als Gäste geben die Sopranistin Annette Luig und der Bariton
Bernd Valentin ihr Norderney-Debüt. Annette Luig, geboren in Menden / Sauerland, begann ihre
Gesangsausbildung bei Lia Montoya Palmen an der Rheinischen Musikschule Köln und wechselte
ein Jahr später zur Kölner Musikhochschule, wo sie ihr Studium mit Auszeichnung abschloß.
Bedeutende Lehrer waren Natalie Usselmann, Jürgen Glauß und Karl Josef Görgen. Meisterkurse
besuchte sie bei Nicolai Gedda, Sylvia Geszty und Kleslie Kelly. Während dieser Zeit erhielt sie
viele Preise und Auszeichnungen bei Wettbewerben. Zu ihrem Repertoire gehören große lyrische
Koloraturpartien der Opernliteratur sowie bedeutende Hauptrollen in Operette und Musical. Sie
war langjähriges Mitglied des hessischen Staatstheaters Wiesbaden, wo sie in zahlreichen Rollen
auf der Bühne stand. Ihre Bühnen-Interpretation wie Maria Stuarda - Königin der Nacht - Gilda
oder Violetta in Opern begeisterte ebenso wie Rollen in Operette und Musicals wie Rosalinde -
Hannah Glawari oder Eliza Doolittle. Zahlreiche Gastspiele führten nach Berlin, Darmstadt,
Hannover, Karlsruhe, Leipzig und Mainz. Darüber hinaus sang sie die Constanze in „Entführung
aus dem Serail“ im Maxim Gorki Theater Berlin, in Prag, Stockholm und London.
Der Bariton Bernd Valentin, geboren in Pirmasens, wuchs im Schwarzwald auf und studierte
zunächst Medizin in Freiburg. Etwas später zog es ihn zum Gesangsstudium nach Köln zu Claudio
Nicolai und Kleslie Kelly. Nach seiner Ausbildung hatte er Festengagements in Kiel, Hagen,
Hannover und Berlin. Danach arbeitete er freiberuflich und hatte Gastauftritte in Bern, Basel,
Innsbruck, Volksoper Wien und vielen großen Städten Deutschlands. Zahlreiche Opernrollen wie
u.a. Verdis „Don Carlo, Falstaff“ und Alban Bergs „Wozzeck“ machten den Weg frei für eine
erfolgreiche Karriere. Bei zahlreichen Konzertabenden in Deutschland war er Gastsänger.
Festspielkonzerte ebneten seinen Weg in Europa, Asien und Amerika.
Freuen Sie sich auf einen wunderbaren Abend mit zwei außergewöhnlichen Stimmen.

Klassik & Meer 2018 „19. OLB-Classic-Night“
Freitag, 17. August 2018
„Sommernacht der schönsten Melodien“
 
GüKa Zum 19. Mal findet an diesem Freitag um 20 Uhr auf dem Kurplatz die traditionelle „OLBClassic-
Night“ statt. Vorbild ist die englische „Night of the Proms“ die alljährlich am 2. Samstag im
September in der Royal-Albert-Hall, London und an vielen Plätzen in Großbrittannien veranstaltet
wird. Für die Insel ist es ein High-Light der Saison. Die Konzertfreunde erwartet ein Abend mit
traumhaften Melodien aus Klassik, Musical, Film, Rock und Pop. Es spielt das Warschauer
Symphonie-Orchester unter Leitung von Tadeusz Wicherek und Marciej Sztor. Im 2. Teil werden
traditionsgemäß Stücke wie „Pomp and Circumsdance“ und „Rule Britannia“ erklingen. Auch die
berühmte „Fantasia on British Sea Songs“ von Sir Henry Wood (1869-1944) darf nicht fehlen. Er
war es, der seit 1895 fast 50 Jahre lang die Promenaden-Konzerte dirigierte. Die Proms, wie sie
liebevoll genannt werden, finden alljährlich im Sommer über 8 Wochen statt. Da das
Abschlußkonzert in der Royal-Albert-Hall, London, immer ausverkauft ist, wurden Parks und
Plätze im ganzen Land angeschlossen, wo zwar LIVE-Orchester spielen, aber die Übertragung
aus der Halle gewährleistet ist. Ausgerüstet mit Picknicktaschen und Decken finden sich die
Besucher dort ein und freuen sich auf die Übertragung aus London. Alle Musikfreunde können an
diesem Abend ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Auch hier kommen viele mit Picknickkörben und
Decken und es kann mitgesungen, geschunkelt, gewippt und geklatscht werden. Wie sagte ein
englisches Ehepaar auf der zweiten Classic-Night so treffend : „Wir sind begeistert, dass dieser
Mythos „Night of the Proms“ sich auf einer kleinen deutschen Insel breitgemacht hat.“
Bei schlechtem Wetter wird diese Veranstaltung allerdings ersatzlos gestrichen.


Klassik & Meer „Galakonzert 2018 - 120 Jahre Gershwin“
Mittwoch, 22. August 2018
„Solisten-Duo mit Norderney-Ambitionen“
Karolina Mikolajczyk u. Iwo Jedynecki


Klassik & Meer „Galakonzert 2018 - 120 Jahre Gershwin“
Mittwoch, 22. August 2018
„Solisten-Duo mit Norderney-Ambitionen“
GüKa Mit einem ungewöhnlichen Gala-Konzert wird am heutigen Mittwoch um 20 Uhr im
Kurtheater der amerikanische Komponist George Gershwin geehrt, der vor 120 Jahren als Jacob
Gershovitz in Brooklyn, New York City, geboren wurde. Seine Eltern wanderten 1881 in die USA
ein, sein Vater Morris Gershovitz amerikanisierte den Nachnamen zunächst in Gershvin und
passte ihn später auf Gershwin an. Die russisch-jüdische Familie hatte zwei Söhne und eine
Tochter. 1910 kauften die Gershwins für den älteren Sohn Ira ein Klavier, auf dem dann George
spielte. Bei seinem Mentor Charles Hambitzer lernte er, konventionelle Klaviertechniken und die
europäischen Meisterwerke zu spielen. Ab 1914 arbeitete Gershwin als Hauspianist im New
Yorker Musikverlag Jerome H. Remick. Er mußte u.a. neue Lieder Bandleadern und
Theateragenten vorspielen und verkaufen. Dadurch wurde er angeregt, eigene Lieder und
Tanzstücke zu komponieren. 1916 kam es zu einer ersten Veröffentlichung mit dem Song „When
you want’em you can’t get’em“. Einige Broadway-Komponisten wurden auf ihn aufmerksam und
benutzten in kommenden Jahren etliche Lieder von ihm in ihren Musicals. Der Erfolg ließ nicht
lang auf sich warten, es gab zahlreiche Welthits, symphonische Jazz-Kompositionen für Klavier
und Orchester, Klavierkonzerte, Preluden sowie die Oper „Porgy and Bess“. Diese wurde 1959 mit
Sidney Poitier, Dorothy Dandridge und Sammy Davis jr. verfilmt. All seine Musikstücke ebneten
ihm den Weg zu einem großen Komponisten. George Gershwin starb am 11. Juli 1937 in
Hollywood/Los Angeles. Das Warschauer Symphonie-Orchester spielt unter Leitung von Tadeusz
Wicherek mit Karolina Mikolajczyk (Violine) und Iwo Jedynecki (Akkordeon). Das Duo, gegründet
2013, ist eins der vielversprechensten polnischen Kammerensembles. Sie gewannen zahlreiche
erste Preise bei Grand Prix und Musikwettbewerben. Im November 2014 erhielten sie den
Rektorenpreis und den Preis der Autorenvereinigung für das Konzert des Jahres im Wettbewerb
für Kammerensembles. Die originelle Kombination von Violine und Akkordeon bietet unbegrenzte
klangliche Möglichkeiten, die jede musikalische Periode von Barock bis ins 21.Jh. ausspielt.
Karolina Mikolajczyk, Tochter eines Musikerehepaares vom Orchester, konnte sich schon einmal
bei einem Sinfonie-Konzert als Solistin auszeichnen und verbrachte bereits als Kind viele
Sommermonate auf Norderney. Auch Iwo Jedynecki dürfte den Fans des Orchesters kein
Unbekannter sein, er spielte zusammen mit den Musikern einen Part bei der Classic Night 2016.
Im gleichen Jahr unternahm das Duo die erste Tour durch die USA. Ihre Konzerte in der Carnegie
Hall wurden begeistert aufgenommen. 2017 bekamen sie ein Engagement in der Warschauer
Philharmonie, danach folgten viele Auftritte in Asien. Die Zusammenarbeit mit einigen
Komponisten brachte auch mit neuer Musik große Erfolge, darunter waren 2015 „Rapido“ von
Edward Sielicki, „Notturno“ von Andrzej Karalow und „Mazurka“ von Ignacy Zalewski. Beide
nahmen Meisterkurse bei renommierten Musikern in München, Graz, San Sebastian und Baran.
Im heutigen Gershwin-Abend erklingen einige seiner Werke in neuer Interpretation. Eröffnet wird
der Abend mit der Ouvertüre zu dem Musical „Crazy Girl“, die Uraufführung war am 14. Oktober
1930 im Alvin Theatre New York, dem heutigen Neil-Simon-Theatre. Durch die Rolle der Molly
Gray wurde Ginger Rogers zum Star. Am 13. September 1963 war die deutscher Erstaufführung
im „Theater an der Berliner Allee“, Düsseldorf. Viele Verfilmungen gab es von 1932-43 und 1965
„Nice Work if you can get it“ mit Connie Francis. Es folgte eine Transkription von „Rhapsodie in
Blue“ für Akkordeon und Orchester, das ist das Versetzen in eine andere Tonart. Das Werk zählt zu
Gershwins erfolgreichsten Kompositionen und bringt Elemente aus Jazz und neuartigen
Harmonien in Verbindung mit klassischen Formen. Die Uraufführung war am 12. Februar 1924 in
New York, und das Werk fand weltweit Zugang zu den Konzertsälen. Bis 1945 waren
amerikanische Werke in Musikhäusern eher rar. Die Fantasie aus „Porgy and Bess“ stammt aus
der gleichnamigen Oper, Uraufführung war 1935. Die Geschichte führt in die armselige Catfish
Row, wo Schwarze in Lumpen und mit Rauschgift leben, aber nie ihre Fröhlichkeit und
Leidenschaft verlieren. Die Stärke der Oper liegt in Text und Aufführungstechnik - nicht in der
Gershwin-Vertonung, obwohl diese Spirituals, Jazz- und Blues-Elemente enthält, die dem Stück
Farbe geben. Aus diesem kompakten Werk gehen die „Fantasie“ und am Schluß die
„Symphonische Suite“ aus. Dazwischen erklingt die Symphonische Dichtung „Ein Amerikaner in
Paris“, entstanden durch Gershwins rastlosen Schaffenstrieb. Bevor er 39jährig 1937 verstarb,
knüpfte er in den letzten 10 Jahren auf seinen Reisen Kontakte zu führenden Komponisten. 1928
war er in Paris, wo er mit den Melodien zu „Ein Amerikaner in Paris“ begann. Der Titel ist eigens
auf ihn zugeschnitten, er beschreibt seine Eindrücke von der Stadt.


Shih Wei Huang
Klassik & Meer 2018 „4. Symphonie-Konzert 2018“
Dienstag, 28. August 2018
„Elegante Thematik - ausdrucksvolle Hauptthemen mit schicksalhaften Gefühlen“
GüKa Das 4. Symphonie-Konzert am heutigen Dienstag um 20 Uhr bei freiem Eintritt im
„Großen Saal“ des Conversationshauses steht im Zeichen Chopins und Tschaikowskys.
Zusammen mit dem Warschauer Symphonie-Orchester unter Leitung von Tadeusz Wicherek
konnte Shih – Wei Huang als Ersatz für den erkrankten Leonhard Dering gewonnen werden.
Sie erhielt das gleiche Studium wie Lang Lang, obwohl sie gegen den Willen des Vaters Musik
studierte. Der hätte sie lieber als Ärztin oder Rechtsanwältin gesehen. Sie wurde 1988 in Taipeh
geboren und absolvierte später ihr Bachelor-Studium am Curtis Institut in Philadelphia und
erreichte den Master an der Yale University. Sie bekam zahlreiche Auszeichnungen in den USA,
Italien und Taiwan und gewann 2001 und 2004 den Steinway Young Artist Competition
Wettbewerb und zahlreiche Preise wie z.B. beim Internationalen Tastatur-Wettbewerb in New York.
Shih – Wei Huang begeistert als hochbegabte Tastenkünstlerin durch ihr Spiel als Solistin und
Kammermusikerin, sie konzertiert mit dem National Taiwan-Symphony-Orchestra und ist Mitglied
im Philadelphia Orchestra. Sie hautnah zu erleben ist magisch und bleibt unvergessen. Momentan
belegt sie den Meisterkurs Klassik an der Hochschule für Musik in Luzern. Neben ihrer
Muttersprache spricht sie ausgezeichnet englisch und deutsch, sie kennt keine
Berührungsängste. Ihre offene und freundliche Art findet beim Publikum große Anerkennung.
Nach ihren Auftritten unterhält sie sich gern und posiert geduldig und gutgelaunt für
Erinnerungsfotos. Heute brilliert Shih – Wei Huang mit dem „Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll, op.11“
von Frederic Chopin (1810-1849). Dieser schrieb das Werk mit 20 Jahren. Es hat alle Wesenszüge
des Komponisten, wie elegante Thematik und ungemein differenzierte Technik. Auch wenn sich
der Orchesterpart ein wenig matt anhört, er hat drei Gedanken zu erfüllen, wie ein kraftvolles
aufwärtsschreitendes Kopfmotiv, ein eindrucksvolles Hauptthema und einen singenden
Seitensatz. Die Hauptrolle ist dem Klavier überlassen, improvisatorisch und virtuos mit dem Stoff
umzugehen, so dass der künstlerische Geist des Pianisten geweckt wird. Im 2. Teil des Abends
kommt die „Symphonie Nr. 4, f-moll, op. 36“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893) zur
Aufführung. Sie entstand unmittelbar nach einer misslungenen Ehe, die das Trauma eines
Schuldkomplexes in die Seele des Komponisten riss. Vielleicht ist es diesen traumatischen
Umständen und der sich anbahnenden Freundschaft zu Nadjeshda von Meck zu verdanken, dass
er mit dieser Komposition ein Sinfoniker von Rang wurde. So wird in der Einleitung des 1. Satzes
der Kern des Werkes sichtbar, das Leben Tschaikowskys. Der Hauptgedanke wird zunächst durch
die Trompeten, anschließend in den Hörnern verkörpert, sie drücken das Schicksal mit
verhängnisvoller Macht aus. Auch ist im Hauptthema Hoffnungslosigkeit zu spüren, während im
2. Satz Melancholie durch liedhafte Elemente Einzug hält, während am Abend Einsamkeit
vorherrscht. Das Zupfen der Streicher im 3. Satz gleicht launischer Arabeske und wechselt in
plötzliche Erinnerungen. Der 4. Satz ist mit Glückseligkeit gespickt, die mit Volksbelustigung an
einem Feiertag gleich zu setzen ist. Am Schluß bringt sich dann das Schicksal wieder ein. Diese
Sinfonie widmete Tschaikowsky Frau von Meck, seiner Freundin und Mäzenin.
Dort schreibt er : „…seinem besten Freunde!“ (wie er sie in der Widmung nannte), denn sie war
genau zum richtigen Zeitpunkt in sein Leben getreten, obwohl sie sich niemals begegnet sind !

The Celtic Tenors
Klassik & Meer 2018 „Abschiedskonzert 2018“
Freitag, 31. August 2018
Warschauer Symphonie-Orchester mit „The Celtic Tenors“
GüKa Drei Dirigenten begleiteten das Warschauer Symphonie-Orchester durch die 39.
Konzertsaison auf Norderney. Tadeusz Wicherek - Maciej Koczur und Maciej Sztor. Sie leiteten mit
persönlicher Nuance die Musiker durch sieben Wochen interessanter Konzerte und bereiteten
Konzertfreunden und Gästen einen unvergesslichen Urlaub. Musik verbindet nicht nur, nein, Musik
schafft Ruhe, Entspannung und Erholung. Am heutigen Freitag ist es wieder soweit. Um 20 Uhr
findet im Kurtheater das große Abschiedskonzert statt. Auch in diesem Jahr gibt wieder einen
musikalischen Höhepunkt; mit den „Celtic Tenors“ konnten 3 Männer aus Irland verpflichtet
werden. Grandiose Stimmen und eine Performance, die von unnachahmlicher Hingabe, viel
Humor und erstklassiger Musik lebt. Das Trio mit Mathew Gilsenan, James Nelson und Daryl
Simpson tourte bereits durch die USA, Europa und Asien. Derzeit befinden sie sich mit neuem
Programm auf Deutschland-Tournee. Mit weltweit über einer Million verkaufter Alben und über
zwei Millionen verkaufter Tickets sind sie augenblicklich die erfolgreichsten Crossover-Künstler.
Mit atemberaubender Musik-Show begeistern sie das Publikum. Während sie auf ihrer
Deutschland-Tournee nur vom Piano begleitet werden, steht ihnen hier das gesamte Orchester zur
Verfügung. Die drei Sänger nehmen sich trotz des bahnbrechenden Erfolges selbst nicht all zu
ernst und lassen sich zwischendurch immer wieder auf Spässe ein. Mit ihrer unterschiedlich
territorialen Herkunft sowie musikalischen Traditionen zeigen sie große Flexibilität, um sich der
Klassik, dem Folk, Irish Song und Pop-Genre anzupassen. Zusammen mit dem Warschauer
Symphonie-Orchester unter Leitung von Tadeusz Wicherek und Maciej Sztor werden die Sänger
aus Irland ihr Publikum auf eine emotionale Reise mitnehmen. Für die Musiker des Orchesters ist
es der letzte Abend einer langen Konzertsaison. Sie werden morgen, Sonnabend, ihre Heimreise
antreten. Doch es ist nur ein Abschied auf Zeit, denn im nächsten Jahr bestreiten sie ihre 40.
Saison. Es ist wohl einmalig auf deutschem Terrain, dass in einem Kurort ein solches Orchester
verpflichtet wird. Dowidzenia - Auf Wiedersehen !