Warschauer Symphonie-Orchester

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Klassik & Meer 2017
Eröffnungskonzert

Mittwoch, 12.07. 2017

GüKa Mit einem neuen Konzept startet der diesjährige Klassiksommer. Unter dem Titel

„Klassik & Meer - Meine Melodie“ wird das Warschauer Symphonie-Orchester unter der

Leitung von Tadeusz Wicherek die 38. Konzertsaison eröffnen. Durch neu gestaltete Flyer

und Plakate wird neben den traditionellen Kurkonzerten auf die 6 Symphonie-Konzerte

(incl. Einführung in das jeweilige Konzertprogramm), die „White Night“, zwei

Familienkonzerte, ein Gala-Konzert, die OLB Classic-Night, eine „ABBA-Symphonic-

Show und das „Große Abschlusskonzert“ hingewiesen. Besonders die Flyer mit dem

neugestalteten Layout zeigen den Konzertgängern Texte und Bilder zu den einzelnen

Konzertabenden. Im heutigen Eröffnungskonzert um 20 Uhr im Haus der Insel wird

erstmals das polnische „Bellezze Opera Trio“ sein Debüt auf Norderney geben. Es ist

Solisten Eröffnung 2017

bereits über die Grenzen ihres Heimatlandes bekannt und vereinigt eine Sopranistin, eine

Bariton- und eine Tenorstimme, die mit außergewöhnlichen Klassik-Arrangements und

einer überraschenden sowie mitreißenden Interpretation berühmter Opern-und

Operettenarien , Highlights der modernen klassischen Musik und berühmten Musical-

Melodien ihr Publikum verzaubern. Der Bariton-Sänger Marcin Hutek wurde 1987

geboren. Er absolvierte zunächst ein Studium der Vocal-Abteilung an der Hochschule der

Künste in Zurychu/Polen. Es folgte ein Gesangsstudium in der Klasse Jaroslav Breka an

der Poznan Academy of Music. Er trat nicht nur in seinem Heimatland auf, sondern

konnte mit stets guten Kritiken auf zahlreichen Festivals im In-und Ausland überzeugen.

Seit 2016 kooperiert er mit der Baltic Opera in Danzig. Die Sopranistin Agnieszka

Adamczak-Hutek machte ihren Abschluss mit Auszeichnung in der Sologesangsklasse

von Prof. Katarzyny Rymarczyk an der Hochschule für Musik in Poznan. 2005 debütierte

sie in der Rolle der Pamina in Mozarts „Zauberflöte“ im Grand Theater in Poznan, dem

früheren Posen. Auch sie konnte ihr Talent auf Bühnen im Ausland, darunter Deutschland,

Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich und Großbritannien beweisen. 2014 debütierte sie

in der Opera de Oviedo in Spanien als Donna Elvira in Mozarts „Don Giovanni“. Der Tenor

Nikolaj Adamczak studierte Gesang bei dem polnischen Sänger Wojciech Drabowicz und

bei Krystyna Pakulska an der Hochschule für Musik in Poznan. Im Laufe seiner Karriere

überzeugte er auf zahlreichen Bühnen und Festivals im In-und Ausland. Im Juni 2010

sang er auf persönliche Einladung des mexikanischen Tenors Francisco Araiza auf der

Opergala „Classic Night 2010“ in Winterthur in der Schweiz. Im Juni 2014 wurde er zum

„8. Zamojskie Culture Festival“ eingeladen, wo es zu einer Zusammenarbeit mit Tadeusz

Wicherek kam. Diese drei Gesangsinterpreten werden am heutigen Mittwoch zusammen

mit dem Warschauer Symphonie-Orchester unter Leitung von Tadeusz Wicherek auf der

Konzertbühne im Haus der Insel debütieren.

 

Klassik & Meer 1. Symphonie-Konzert

Freitag, 14. Juli 2017

GüKa Im ersten Symphonie-Konzert dieses Sommers am heutigen Freitag um 20 Uhr im Haus

der Insel stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und Robert Schumann

(1810-1856) auf dem Programm. Einleitend wird das Warschauer Symphonie-Orchester unter

Leitung von Tadeusz Wicherek, der nicht nur ein hervorragender Mozartkenner ist, sondern viele

Jahre im Juli die alljährlich stattfindenden Mozart-Konzerte in Warschau geleitet hat, die Ouvertüre

Xuequing Wangaus der Oper „Don Giovanni“ spielen. Die Ouvertüren zu Mozarts Opern haben von jeher ihren

festen Platz im Konzertsaal. So ist auch dieses Werk von 1787 ein klangliches Erlebnis. Es weicht

zwar in Aufbau und Durchführung von den übrigen Mozart-Ouvertüren ab, denn es ist breiter

angelegt. Mit seinen düsteren und langsamen Klängen beschwört es geradezu die überirdischen

Mächte herauf, und die Gestalt des „Steinernen Gastes“ greift in das Geschehen ein. Am Schluß

rundet sich das mit dämonischer Kraft gehaltene Bild zum Ausdruck eines ungestümen

Lebensdranges. Im zweiten Teil des Abends kommt nach längerer Zeit das „Konzert für Flöte und

Orchester Nr. 1 G-Dur KV 313“ zur Aufführung. Mozart machte sich als 21jähriger auf den Weg,

um der Enge der unerträglichen provinziellen Atmosphäre seiner Geburtsstadt Salzburg zu

entgehen, fand aber nirgends eine feste Anstellung, bis er im Oktober 1777 in Mannheim landete

und dort bis zum März 1778 Arbeit beim Hoforchester fand. Dieses verfügte über eine exzellente

Holzbläsergruppe, die sich weit von üblichen Ensembles trennte. Obwohl er der Flöte gegenüber

eine besondere Abneigung hatte, weil nur wenige Musiker es verstanden, dieses Instrument in der

richtigen Tonhöhe zu halten. In Mannheim hingegen lernte er den besten Flötenvirtuosen seiner

Zeit, Johann Baptist Wendling, kennen und seine Begeisterung zur Flöte war geweckt. Durch den

holländischen Chirurgen und Amateurflötisten Ferdinand Dejean, der als ein Fan von Mozart galt,

wurde er angeregt, doch für ihn „drei leichte und kurze Conzertin und ein paar Quattro auf die

Flöte zu machen“, so der damalige originale Wortlaut. Das Werk in drei Sätzen wird am heutigen

Abend von der Flötistin Xuequing Wang als ihr Norderney-Debüt gespielt. Sie wurde 1989 in

Peking geboren und gewann mit 16 Jahren als erste Flötistin im Orchester den 1. Preis beim

Sinfoniewettbewerb des „International Youth and Music Festivals“. Sie beschäftigt sich

heutzutage neben der modernen Flöte auch mit der Traversflöte (alter Begriff aus dem 17.Jh. für

die Querflöte). Seit 2016 ist Xuequing Wang Stipendiatin der „Werner Richard-Dr. Carl Dörken“

Stiftung. Sie beherrscht ihr Instrument in Perfektion, und ihr Spiel spinnt seidenfeine Töne, die

exotisch und sinnlich wirken.Die Bühnenpräsenz der charmanten Chinesin wirkt fesselnd auf die

Konzertbesucher. Das dritte Werk des Abends ist von Robert Schumann. Es ertönt die

„Symphonie Nr. 4 d-moll op. 120“. Entstanden ist das Werk bereits 1841 in Leipzig, wo es auch

am 6. Dezember des Jahres uraufgeführt wurde. Doch die Resonanz des Publikums war eher kühl

und zurückhaltend, so dass Schumann die Komposition nicht in Druck gab. Erst die

umgearbeitete Fassung gelangte im März 1853 in Düsseldorf zu Aufführung und wurde wenig

später als „Vierte Sinfonie“ publiziert. Auf den ersten Blick möchte man an eine traditionelle

viersätzige Sinfonie glauben, doch das formale Gerüst täuscht. Schumann ließ die Sätze ohne

Unterbrechung ineinander übergehen. Die Themen im ersten Satz sind entscheidend in ihrer

Bedeutung für die Grundstimmung des gesamten Werkes, denn sie kehren in allen Sätzen wieder.

Damit unterstreicht Schumann die innere Linie stärker, und die Verbundenheit der Sätze wird

dadurch bedeutungsvoller. Von langsamen Tönen in der Einleitung bekommt das Werk allmählich

strahlenden Glanz, der sich später in schwärmerischer Beseeltheit entwickelt. Im Finale stürmt die

Sinfonie mit kühn aufbrausender Kraft dem Schluß entgegen.

Um 19.30 Uhr gibt es von Herrn Sven Großkopf eine Einführung in das Konzert.

 

Klassik & Meer    2. Symphonie-Konzert
Einprägsame Melodik und rassige Rythmisierung

Mittwoch, 19. Juli 2017

GüKa Das 2. Symphonie-Konzert ist den Komponisten Eduardo Lalo und Johannes Brahms gewidmet. Das Warschauer Symphonie-Orchester unter Leitung von Tadeusz Wicherek bringt im ersten Teil ein selten gespieltes Werk von Eduardo Lalo. Sein „Violinkonzert Nr. 2, op. 21“ hat den Untertitel „Symphonie espagnole“ und kommt nicht so oft auf den heutigen Konzertbühnen zur Aufführung. Seit 2000 wurde dieses Werk nicht auf Norderney gespielt, um so erfreulicher ist es, dass es in diesem Sommer endlich Berücksichtigung gefunden hat. Der französische Komponist Eduardo Lalo (1823-1892) schuf zahlreiche Kompositionen, wobei nur noch zwei Werke gelegentlich zur Aufführung kommen. Eines davon ist das heutige „Violinkonzert Nr. 2“, dass für einen Musiker eine dankbare Aufgabe ist. Die „Symphonie Mira Tujabajewaespagnole“, wie sie liebevoll mit Untertitel bezeichnet wird, hat einprägsame Melodik, rassige Rythmisierung und präsentiert sich überaus wirkungsvoll. Das Konzertstück hat fünf Sätze, von denen in den meisten Aufführungen, wegen der langen Spieldauer, ein Satz, nämlich das Intermezzo, entfällt. So auch am heutigen Abend. Sinfonisch kraftvoll und ausladend beginnt es im ersten Satz. Das rhapsodisch angelegte Hauptthema wird zunächst vom Soloinstrument als Motto kurz vorgetragen, dann vom Orchester und später von der Geige breiter ausgeführt. Der zweite Satz, das Scherzando mit seinen schnellen Tanzrythmen und vor allem dem bezaubernden spanischen „g-moll-Thema“, lässt dieses Werk zum künstlerischen Höhepunkt werden. Der Komponist verstand es, mit seinen Tönen, insbesondere denen der Geige mit tollen Sprüngen, wirbelnden Figuren, allerlei Zupfern und Hupfern, spanisches Flair mit höchstem tänzerischem Rausch zu zaubern. Der Konzertbesucher spürt, dass Eduardo Lalo der Abkömmling einer spanischen Familie ist. Als Solistin wurde Mira Tujakbajewa verpflichtet. Die in Kasachstan geborene Solistin gilt als Ausnahmegeigerin und ist dem Norderney Publikum keine Unbekannte, da sie schon des öfteren auf der Insel konzertierte. Ihren ersten Violinunterricht erhielt sie 1983 an der Musikhochschule für begabte Kinder in ihrer Heimatstadt Almaty. 1994 setzte sie ihre Studien an der Hochschule für Musik und Theater Hannover fort. Währenddessen begann ihre Laufbahn als Solistin. So sagte der Dirigent Vladimir Fedoseyev : „…ein neuer wunderbarer Star unter den Geigern!“, bei der Interpretation des Tschaikowsky Violinkonzertes. Viele Konzertreisen führten sie, die auf einer Geige von Giovanni Grancino von 1690 spielt, durch Europa und nach Übersee. Mira Tujakbajewa vereinigt brillante Virtuosität und dynamische Bandbreite, vom sanftesten Piano bis zum kraftvollen Fortissimo in ihrem Spiel. Als „brilliante Entdeckung“ feierte sie Auftritte in Fernsehen und Rundfunk. Im letzten Teil des Abends erklingt nach fünfjähriger Pause die „Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73“ von Johannes Brahms (1833-1897). Kurz vor Weihnachten versetzte der Komponist die Wiener mit seiner ersten Sinfonie in Erstaunen. Für sie brauchte er über 10 Jahre, für die zweite nur einige Monate. Obwohl er nebenbei an der Klavierpartitur seiner c-moll Sinfonie arbeitete, konnte Brahms die zweite Sinfonie 1877 fertigstellen. In diesem Jahr, wie auch im folgenden, erholte er sich in Pörtschach am Wörthersee. Begeistert von der wunderbaren Landschaft gab sie ihm Ausgeglichenheit und somit eine der schöpferischen und fruchtbarsten Phasen seines Lebens. Die glückliche Unbeschwertheit kommt in dem Werk wundervoll zum Ausdruck. Die Sinfonie ist durchpulst von Glücksempfinden und Lebensbejahung, doch auch ernste und besinnliche Wendungen sind in dieser Komposition zu erkennen, so dass Brahms einen freudigen und fast heiteren Unterton in dem wunderbaren Werk erreichte. Die Uraufführung fand am 30. Dezember 1877 mit den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Hans Richter im „Goldenen Saal“ im Musikverein statt. Das Theophil-Hansen-Bauwerk zählt noch heute zu den besten akustischen und schönsten Konzertsälen der Welt.

Um 19.30 Uhr gibt es von Herrn Sven Großkopf eine Einführung in das Konzert.

Klassik & Meer    White Night
White Night mit dem Warschauer Symphonie-Orchester

Freitag, 21. Juli 2017

GüKa  Der Kurgarten hinter dem Conversationshaus wird sich auch in diesem Jahr am heutigen Freitagabend in eine elegante Picknickwiese mit ebenso eleganten Gästen verwandeln. Tische und Stühle sind vorhanden. Untermalt wird der blütenweiße Sommerabend von entspannter Musik. Teilnehmen darf jeder, der früh genug da ist und den Dresscode erfüllt, sich an diesem Abend ganz in weiß zu kleiden. Einzig beim Schuhwerk dürfen Ausnahmen gemacht werden. Für White Nightdas leibliche Wohl sowie Teller, Besteck und Gläser sorgt jeder, ganz traditionell selbst. Catering vor Ort! Komplett weiße Kleidung ist Pflicht! Nur so wird es zu einem außergewöhnlichen Ereignis mit eigenem Erkennungszeichen und eine optisch auch wirkungsvolle Party! Was ist aber eine „White Night“? Sie wird auch als „Diner en Blanc“ bezeichnet. Es sind organisierte Massenpicknicks weiß gekleideter Menschen an prominenten städtischen Orten. Ausgangspunkt war der Sommer 1988 in Paris, als der Franzose Francois Pasquier seine überfüllte private Gartenparty spontan in den nahegelegenen Bois de Boulogne verlegt hatte. In der Folge verabredete man sich jeden Juni zu einem gemeinsamen Picknick an einem öffentlichen, aber bis zuletzt geheim gehaltenen Ort in Paris. Verpflichtend für alle Teilnehmer ist vollständig weiße Kleidung von Kopf bis Fuß. Das „Diner Blanc“ galt lange als exklusives Oberschicht-Event ohne kommerzielle oder politische Hintergründe.Allerdings hat sich der Charakter der Veranstaltung mittlerweile verändert und zieht Menschen aus jeder Gesellschaftsschicht an. So zeichnen sich gerade die Ableger in Deutschland dadurch aus, dass sie explizit jeden animieren, daran teilzunehmen. Für die Norderneyer „White Night“ bleibt anzumerken, dass in den letzten zwei Jahren viele Besucher in die Veranstaltung wollten, aber leider nicht in weiß gekleidet waren, und somit kein Eintritt gewährt wurde. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Kurgarten. Tischreservierungen verfallen, soweit sie nicht bis 18.45 Uhr wahrgenommen werden.

Klassik & Meer    1. Familienkonzert

Familienkonzert mit Klängen aus der Welt von Walt Disney

Donnerstag, 27. Juli 2017

Tadeusz Wicherek 2017GüKa  Nachdem in früheren Jahren erfolgreich Kinderkonzerte vom Warschauer Symphonie-Orchester angeboten wurden, werden die Musiker in diesem Sommer zwei Familienkonzerte veranstalten. Ziel ist es, die Kinder schon im frühen Alter zum Konzertgeschehen hinzuführen. Das Warschauer Symphonie-Orchester unter Leitung von Tadeusz Wicherek hat für die Kleinen und natürlich auch für Erwachsenen ein besonderes Programm zusammengestellt. Ein Disney-Konzert, speziell zugeschnitten auf die jungen Klassik-Fans von morgen. Melodien aus Film und Musical wie z.B.aus „Die Schöne und das Biest“ - „König der Löwen“ - „Aladdin“ - „Das Dschungelbuch“ - "Die kleine Meerjungfrau“ - „Frozen“ - „Die Eiskönigin“ und vieles mehr. Familien mit Kindern und auch Erwachsene sowie Konzertliebhaber sind herzlich willkommen am heutigen Donnerstag um 19.30 Uhr auf dem Kurplatz. Der Eintritt ist frei !

Klassik & Meer    3. Symphonie-Konzert

Bravouröse Kompositionen von Mendelssohn-Bartholdy und Schumann

Sonnabend, 29. Juli 2017

GüKa  Nach längerer Pause wird das Warschauer Symphonie-Orchester unter Leitung von Ruben Silva zu Beginn des Abends die „Hebriden-Ouvertüre“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) spielen. Sie ist neben seiner „Schottischen Symphonie“ eine musikalische Dichtung, die an seine Schottlandreise erinnert. Das Hauptthema zu dem Liakh Tatianaungemein geschlossenen, formal brillanten Werk, skizziert das Naturwunder der Fingalshöhle (Grotte und Säulenbasalt an der Küste der Hebriden). Richard Wagner bezeichnete die Komposition, ein Jahr nach der Aufführung, als eine der „schönsten Musikwerke, das wir besitzen“. Wie eine Impression wirkt das Stück auf den Hörer. Celli, Bratschen und Fagotten steigen geheimnisvoll zu einer Figur auf, die als Hauptmotiv durch die ganze Ouvertüre zieht und charakteristisch das Gebilde der Tropfsteinhöhle untermalt. Im Mittelpunkt des Abends steht die Pianistin Tatjana Liakh . Sie wurde in Weißrussland geboren und erhielt bereits zarten im Alter von 5 Jahren den ersten Klavierunterricht. Mit 6 Jahren wurde sie im „Musik-Lyceum für Hochbegabte“ aufgenommen. Sie wuchs in einer Künstlerfamilie auf, denn ihr Vater ist Dirigent am Staatstheater ihrer Geburtsstadt Minsk, ihre Mutter Gesangssolistin. Ihr Konzertdebüt gab sie mit 7 Jahren in der Philharmonie Minsk. Während der Schulzeit gab sie regelmäßig Klavierkonzerte und gewann 1989 den ersten Preis des nationalen Wettbewerbs „Junge Künstler“ in Weißrussland. Nach ihrem Abschluss mit Auszeichnung studierte sie an der Minsker Musikhochschule bei Prof. Vladimir Nechaenko und nahm weiterhin Privatunterricht bei Lev Naumoff in Moskau. In dieser Zeit gab sie Solo-Konzerte in Manama/ Bahrain/ Katar/ Damaskus/ Beirut und Abu Dhabi. Es folgten mehrere CD-Rundfunkeinspielungen. Auf Grund dieser Aufnahmen wurde Prof. Vassily Lobanow 1999 auf sie aufmerksam und lud sie zum weiteren Studium an die Musikhochschule Köln ein. Inzwischen reihten sich Wettbewerbspreise in verschiedenen Ländern ein. 2006 gab sie ihr Debüt in der Concertgebouw Amsterdam. Es folgten weitere Auftritte in berühmten Konzerthäusern u.a. im Auditorium National Madrid und im Palau de la Music in Barcelona. Mit ihrer feinsinnigen Interpretation, Raffinesse und Virtuosität werden die Konzerte zum einzigartigen Erlebnis. Sie wird zusammen mit dem Orchester das „Klavierkonzert a-moll op.54“ von Robert Schumann (1810-1856) spielen. Dieses Konzert sollte ursprünglich nur eine einsätzige „Phantasie für Klavier und Orchester“ werden . Sie war bereits nach wenigen Wochen fertig, doch alle Versuche, diese Komposition zur Aufführung zu bringen, schlugen bei Schumann fehl. Auf Anraten seiner Frau Clara begann er im Sommer 1845 dann mit einer Erweiterung des Werkes. Entstanden ist eine bravouröse Komposition in drei Sätzen. Unter Leitung von Ferdinand Hiller wurde das Konzert am 4. Dezember 1845 uraufgeführt. Der dritte Konzertbeitrag des Abends ist ebenfalls von Felix Mendelssohn -Bartholdy und passt genau zum Luther-Jahr. Die „5. Sinfonie d-Moll, op. 107“ wird nach längerer Zeit wieder auf Norderney aufgeführt. Sie trägt den Beinamen „Reformationssinfonie“. Zum 300. Geburtstag der Augsburger Konfession, die das Glaubensbekenntnis regelte, schrieb Mendelssohn im Winter 1829/30 dieses Werk. Der letzte Satz beruht auf dem Luther-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“. Die Uraufführung fand erst zwei Jahre nach der Fertigstellung unter dem Titel „Symphonie zur Feier der Kirchenreformation“ statt. Der stark religiöse Bezug wird nicht nur durch eine groß angelegte Choralbearbeitung des Schlusssatzes deutlich, sondern auch in der langsamen Einleitung des ersten Satzes, in dem das Dresdener Amen (ein stufenweise aufsteigendes Quintmotiv der sächsischen Liturgie) zitiert wird. Mendelssohn befand das Ergebnis unbefriedigend, er persönlich konnte es überhaupt nicht ausstehen. Er beabsichtigte, sein Notenwerk sogar zu verbrennen. Zum Glück ist der Nachwelt dieses Werk erhalten geblieben. Die erste Drucklegung wurde erst 20 Jahre nach seinem Tod veranlasst.

Um 19.30 Uhr gibt es von Herrn Sven Großkopf eine Einführung in das Konzert.

Karten sind erhältlich im Vorverkauf im Conversationshaus zum Preis von 23 € oder an der Abendkasse zu 26 € erhältlich . Bei Nichtvorlage der Norderney-Card erhöht sich der Preis um 4 €.

Klassik & Meer    Gala-Abend der Saison

Mittwoch, 2. August 2017

GüKa  Wie bereits im letzten Jahr sah wird der heutige Gala-Abend der Saison um 20 Uhr im Haus der Insel veranstaltet. Da im Klassiksommer 2016 die Sopranistin Eva Lind kurzfristig absagen mußte, konnte die Staatsbad GmbH Johannes Grossdie Sopranistin Yvonne Prentki verpflichten, die bravourös zusammen mit Johannes Groß und dem Warschauer Symphonie-Orchester eine wundervolle Gala-Veranstaltung gaben. Yvonne Prentki wird mit ihrer großartigen Koloraturstimme, wie im vergangenen Jahr, zusammen mit Johannes Groß und den Warschauern unter Leitung von Tadeusz Wicherek auftreten. Die deutsche Sängerin mit polnischen Wurzeln erhielt ab dem 7. Lebensjahr Klavierunterricht an der Musikhochschule in Hilden.Mit 14 Jahren nahm sie Gesangsunterricht bei Anja Paulus. Sie studierte Musiktheater und Gesangpädagogik an der „Hochschule für Musik, Theater und Medien" in Hannover bei Prof. Gudrun Melker. neben dem Musiktheater gilt ihr Interesse dem Lied und Konzertgesang. Sie ergänzte ihr Studium in der Liedklasse von Justus Zeyen und als Akademistin beim RIAS-Kammerchor sammelte sie wertvolle Ensemble-Erfahrung auf höchstem Niveau. Darüber hinaus besuchte sie Meisterkurse u.a. bei Jana Sokorska-Kwika, Kristina Laki, Roman Trekel und Helmut Deutsch. Im Rahmen ihres Studiums sammelte sie Erfahrungen in Kinderopern-Produktionen u.a. am Operloft Hamburg und am Theater Osnabrück. 2014 debütierte sie am Stadttheater Hildesheim als „Königin der Nacht“. Die Arie, die als eine der schwierigsten gilt, sang Yvonne Prentki mit einer Leichtigkeit, wie beim letztjährigen Gala-Abend im Haus der Insel. Am Opernhaus Dijon war sie als Bubikopf in der Oper „Der Kaiser von Atlantis“ zu sehen. Yvonne Prentki ist Preisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ und gewann darüber hinaus 2013 beim „Internationalen Giulio-Perotti-Wettbewerb“ in Ueckermünde den 2. Preis in der Kategorie der Masterstudenten und zwei Sonderpreise. Sie ist im Opern-, Operetten- und Musicalfach zu Hause. Yvonne Prentki glänzt am Abend mit der Koloraturarie der Olympie aus „Hoffmans Erzählungen“. Über den Tenor Johannes Groß noch Worte zu verlieren, hieße Eulen nach Athen tragen. Er ist in diesem Jahr zum 20. Mal auf Norderney. Er hat eine kraftvolle Heldentenorstimme, so sein letzter Gesangslehrer Michael Rhodes, der auch Jonas Yvonne PrentkiKaufmann unterrichtete. Die beliebteste und schwierigste Arie der Tenore von Weltruf ist in der Oper „Turandot“ von Puccini angesiedelt. „Nessun Forma“ - „Keiner schlafe“, ist ein Meisterwerk, das er auch in diesem Jahr singen wird. Eine weitere Arie dieses Abends ist der Canio aus der Oper „Bajazzo“ von Leon Cavallo, „Vesta la giubba“. Neben seinen Verpflichtungen bei den German Tenors gastiert Johannes Groß in vielen Konzerthallen in Deutschland und im europäischen Ausland. Erfolgreich sein Projekt „Du bist die Welt für mich“, ein Andenken an den Tenor Rudolf Schock mit der unvergessenen Stimme, der 2015 100 Jahre alt geworden wäre. Das war für den Dortmunder Groß ein guter Augenblick, diesen großartigen Künstler in Wort und Gesang zu ehren. Auch mit der Sängerin Eva Lind standen und stehen in vielen Städten Konzerte auf dem Programm. Mit Yvonne Prentki trat er am 6. Juli 2017 in Bad Füssing auf. Am 9. Juli 2017 sang er mit der Sopranistin Bianca Tagnocchi, die ein neuer Stern am Opernhimmel ist, vor mehr als

1 000 Besuchern beim Open-Air-Konzert im Gruga-Park in Essen. Für den Sänger ist derzeit ein Solo-Album in Vorbereitung. Johannes Groß wird zusammen mit Yvonne Prentki den Gala-Abend gesanglich ausrichten, sie werden vom Warschauer Symphonie -Orchester begleitet. Weitere Höhepunkte des Abends werden u.a. der berühmte Frühlingsstimmen Walzer von Johann Strauss, Ich hätt’ getanzt heut Nacht aus My Fair Lady, My Way von Paul Anna, Granada und O Sole mio sein.

Karten sind erhältlich im Vorverkauf im Coversationshaus zum Preis von 26 € oder an der Abendkasse zu 29 €. Bei Nichtvorlage der Norderney-Card erhöht sich der Ticketpreis um 4 €.

Klassik & Meer    4. Symphonie-Konzert
Höfische Trompetenkunst mit heroischem Ideal
Mittwoch, 9. August 2017

GüKa  Im 4. Symphonie-Konzert, heute um 20 Uhr im Haus der Insel, stehen Werke von Joseph Haydn - Otto Schwartz und Robert Schumann auf dem Programm. Es spielt das Warschauer Symphonie-Orchester unter Leitung von Tadeusz Wicherek. Im ersten Teil des Abends wird nach längerer Zeit wieder ein Trompetenkonzert aufgeführt. Diese KLionel Jaquerodonzerte haben stets einen großen Stellenwert bei den Konzertbesuchern. Die höfische Trompetenkunst gelangte im letzten Drittel des 18. Jh. zur höchsten Vollendung. Die Trompete verdrängte im öffentlichen Konzertleben die anderen Soloinstrumente und repräsentierte das selbstbewußt werdende Bürgertum; ein altmodisches heroisches Ideal. Das rief auch Joseph Haydn (1732-1809) auf den Plan. Er komponierte mit 64 Jahren das „Trompetenkonzert in Es-dur“. Mit der Trompete des Solisten Lionel Jaquerod reift dieses Werk zur Vollendung. Lionel Jaquerod wurde 1991 in der Schweiz geboren. Schon früh lernte er gleichzeitig Trompete, Klavier, Orgel und Gesang.Neben dem jüngst gewonnenen 1. Preis beim 10. Internationalen Wettbewerb in Jeju (Südkorea) holte er sich auch den Sonderpreis beim 11. Internationalen Bläserwettbewerb Aelos in Düsseldorf. In diesem Jahr spielt er eine Solo-Tournee in Taiwan und Südkorea, darüber hinaus gibt er interne Konzerte mit dem „Geneva Brass Quintett“. Bevor es in die Pause geht, wird erstmalig auf Norderney der 1. Hornist Wieslaw Worek vom Warschauer Symphonie-Orchester zusammen mit dem Orchester das „Cape-Horn 9-Konzert“ des österreichischen Komponisten Otto Schwartz spielen. Die Uraufführung war im Veranstaltungszentrum Gunskirchen/Niederösterreich am 3. November 2007. Der Komposition ist anzumerken, dass Otto Schwartz einige Zeit in den Filmstudios Los Angeles gewirkt hat, denn Wieslaw  Worekvieles klingt sehr nach John Williams. Das Werk ist der Umrundung von Kap Horn, der gefährlichsten Schifffahrtsroute vom Atlantik in den Pazifik, gewidmet. Dabei stellt der Komponist die Schönheit, aber auch die Gefährlichkeit dar. Das dritte Werk des Konzertabends ist Robert Schumann (1810 -1856) gewidmet. Seine „Sinfonie Nr. 3 in Es-Dur - Die Rheinische op. 97“ steht auf dem Programm. Im September 1850 siedelte Schumann nach Düsseldorf über, wo er das Amt des Städt. Musikdirektors antrat. Bereits am Jahresende vollendete er die Komposition seiner 3. Sinfonie. Ein Rezensent meinte nach der Uraufführung im Februar 1851: „ … das Werk entrollte ein Stück rheinisches Leben“. Aber auch Schumann selbst hat einmal geäußert, dass die Sinfonie „vielleicht hie und da ein Stück Leben widerspiegelt“. Damit war der Zusatz “Die Rheinische“ besiegelt. Mit einem strahlenden schwungvollen Thema beginnt das Werk, das im behäbig wirkenden zweiten lyrischen Teil eine breite Wirkung findet und von der Durchführung beherrscht wird. Doch auch Glanz, ein ausgesponnener Ländler mit volkstümlichen Zügen sowie eine feierliche Zeremonie, die letztlich ihre Wurzel im Kölner Dom findet, geben dem Wert Größe.

Um 19.30 Uhr gibt es von Herrn Sven Großkopf eine Einführung in das Konzert.

Karten sind erhältlich im Vorverkauf im Conversationshaus zum Preis von 23 € oder an der Abendkasse zu 26 € erhältlich . Bei Nichtvorlage der Norderney-Card erhöht sich der Preis um 4 €.

Klassik & Meer    2. Familienkonzert

Familienkonzert mit Klängen aus der Welt von Walt Disney

Donnerstag, 12. August 2017

GüKa  Das erste Familienkonzert am 27. Juli im Haus der Insel wurde ein riesiger Erfolg. Ca. 1000 Besucher feierten das Walt-Disney-Konzert mit Standing Ovations und zwangen das Orchester zu einer Zugabe. Am Schluss der Veranstaltung Familienkonzertdurften die Kinder auf die Bühne und konnten ebenfalls den verdienten Applaus für die Musiker mit entgegen nehmen. Am heutigen Sonnabend, 12. August 2017, wird das Konzert wiederholt. Leider haben viele Erwachsenen die Uhrzeit 19.30 Uhr nicht einhalten können und mußten vor der Tür warten bis wieder ein paar Plätze frei wurden. Natürlich haben Eltern mit Kindern Vortritt bei einem solchen Konzert. Bereits in früheren Jahren gab es erfolgreich Kinderkonzerte vom Warschauer Symphonie-Orchester. Bei diesem Familienkonzert gibt es ganz neue Ideen. Ziel ist es, Kinder im frühen Alter zum Konzertgeschehen hinzuführen. Das Orchester unter Leitung von Tadeusz Wicherek hat für die Kleinen und natürlich auch für die Erwachsenen ein besonderes Programm zusammengestellt. Ein Disney-Konzert, speziell zugeschnitten auf die jungen Klassik-Fans von morgen. Melodien aus Film und Musical wie z.B.aus „Die Schöne und das Biest“ - „König der Löwen“ - „Aladdin“ - „Das Dschungelbuch“ - "Die kleine Meerjungfrau“ - „Frozen“ - „Die Eiskönigin“ und vieles mehr. Familien mit Kindern und auch Erwachsene sowie Konzertliebhaber sind herzlich willkommen am heutigen Sonnabend um 19.30 Uhr im Kurgarten bzw. im Haus der Insel. Das Warschauer Symphonie-Orchester freut sich wieder über zahlreiche Besucher. Der Eintritt ist frei !

Klassik & Meer    ABBA-Symphonic-Show

ABBA-Erinnerungen als Symphonic-Show

Mittwoch, 16. August 2017

GüKa  Wer hat nicht zahlreiche Erinnerungen an die schwedische Pop-Gruppe „ABBA“? Schon das Royal Philharmonie Orchestra London wartete 1989 mit der allerersten philharmonischen CD-Aufnahme mit ABBA-Welterfolgen auf. Nach vielen Bemühungen ist es dem Dirigenten Tadeusz Wicherek gelungen, eine ABBA-Symphonic-Show heute Abend um 20 Uhr im Haus der Insel auf die Bühne zu bringen. Die schwedische Gruppe „ABBA“ ist ein unvergleichliches Phänomen in der Musikgeschichte. Es gibt kaum ein Lied, das die Hitlisten nicht erobert hat. Mit Liedern wie „Mamma Mia - Thank you for the Music - Money Money und Dancing Queen“ haben sie Geschichte geschrieben.

ABBADas Warschauer Symphonie-Orchester unter Leitung von Tadeusz Wicherek führt erstmals mit vier Opern-Solistinnen und -Solisten aus Polen eine ABBA-Show mit umfangreichem Repertoire als symphonisches Programm auf. Zusammen mit den Sängerinnen Gosia Chrusciel und Gabriela Overbek und den Sängern Jaroslaw Kozielski sowie Lukasz Szczepanik erwartet Sie ein unvergeßlicher Pop- und symphonischer Abend, die „ABBA-Symphonic-Show“.

Karten sind erhältlich im Vorverkauf im Conversationshaus zum Preis von 26 € oder an der Abendkasse zu 29 € erhältlich. Bei Nichtvorlage der Norderney-Card erhöht sich der Preis um 4 €.

Programm :

Ouvertüre ( instrumental )        Angel Eyes ( instrumental )

Mamma Mia                  Hasta Manana

Honey Honey                 Gimme gimme

Money Money Money           Chiquita

Andante ( instrumental )         So long ( instrumental )

SOS                        I do

Super Trouper                Voulez-vous

Knowing me, knowing you       Thank you for the Music

Lay all your Love on me         Dancing Queen

Waterloo

 

Klassik & Meer    5. Symphonie-Konzert

Bezaubernde Violinklänge umrahmt mit freiheitlicher Musik

Samstag, 19. August 2017

GüKa  Das 5. Symphonie am heutigen Samstag um 20 Uhr im Haus der Insel ist den Komponisten Ludwig van Beethoven und dem belgischen Henri Vieuxtemps gewidmet. Es spielt das Warschauer Symphonie-Orchester unter Leitung von Adam Banaszak. Zur Einleitung des Abends erklingt die Ouvertüre zu „Egmont, op. 84“ von Ludwig van Beethoven (1770-1827). Das Konzertstück basiert auf Goethes Trauerspiel „Egmont“, dessen Spielhandlung im Jahr 1567 in Brüssel anzusiedeln ist, wo die Spanier die Niederlande besetzten. Die Beethovensche Bühnenmusik entstand 1810, die der Charakterdarstellung durch Goethe folgt. Musikalisch vermittelt das Werk die Tragödie über den Gusachenko V. (1)Freiheitskampf der Niederländer gegen die spanischen Unterdrücker. Egmont ist der Held, der sein Volk zur Freiheit führen soll, er aber unterliegt den spanischen Ränken und gerät in Gefangenschaft. Schließlich muß er den Tod unter dem Henkerbeil erleiden. Die Ouvertüre gibt nicht das Einzelschicksal Egmonts, sondern malt in großen Zügen das Leiden des Volkes und den Kampf der Unterdrückten wider. Im Mittelteil spielt die Solistin Victoria Gusachenko das „Konzert für Violine und Orchester Nr. 4 d-Moll op. 31“ von dem belgischen Komponisten Henri Vieuxtemps (1820-1881). Das Werk entstand zwischen 1849/50 in St. Petersburg. 1846 siedelte der Komponist für 6 Jahre dorthin, wo er als Hofmusiker des Zaren Nikolaus I. als Solist am „Kaiserlichen Theater“ eine Anstellung bekam. In diesen Jahren entstanden u.a. 4 weitere Violinkonzerte. Darüber hinaus war Vieuxtemps Gründer der Petersburger Violinschule am dortigen Konservatorium. 1952 verließ er Russland und wurde wieder reisender Violin-Virtuose. Die Solistin Victoria Gusachenko, die im letzten Jahr ihr Norderney-Debüt gab, konnte auch in diesem Jahr wieder verpflichtet werden. Sie wurde am 24. Dezember 1988 in Kiew in eine Musikerfamilie geboren. Bereits im Alter von 6 Jahren besuchte sie die Kindermusikschule ihrer Heimatstadt Slawyansk/Ukraine. Von 2000-2004 ging sie auf die „Kharkow Spezial-Musikschule für begabte Kinder“ in die Klasse von Prof. Evdokimov. Auf Empfehlung von Mstislaw Rostropowitsch setzte sie ihr Studium bis 2008 in Moskau an der Zentralen Musikschule fort. Anschließend folgte die Aufnahme im „Staatlichen Moskauer Tschaikowsky Konservatorium“ in der Klasse bei Prof. Grach. In dieser Zeit wurde sie 1. Preisträgerin beim internationalen Wettbewerb „Violin of the North“ in Russland. 2011 folgte ein Stipendium der „London Gates Education Group“ für eine Ausbildung an der Royal Academy of Music in London. Danach studierte sie bei Prof. Zakhar Bron an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Sie konzertierte mit Orchestern in Russland und Polen, spielt Kammermusik-Konzerte zusammen mit ihrer Schwester, der Pianistin Galina Gusachenko. Seit 2013 ist sie Stipendiatin der „Werner Richard - Dr. Carl-Dörken-Stiftung“ und bezaubert mit ihrem Spiel, denn sie verfügt über Ausdruck, Einfühlsamkeit und atemberaubende Technik. Sie versteht es, die Konzertgänger zu begeistern. Im dritten und letzten Teil des Abends kommt ein Meisterwerk zum Vortrag. Die „Symphonie Nr. 5 C-moll, op. 67“ von Ludwig van Beethoven, auch „Schicksalssymphonie“ genannt. Sie entstand zwischen den Jahren 1804 und 1808 und gilt in zweifacher Hinsicht als ein unerreichtes klassisches Meisterwerk. Ein musikalisches Symbol menschlicher Kraft und Größe , das am Schluß zur Siegesfreude führt. Dieses Werk ist etwas Besonderes, denn Beethoven hat erstmalig eine Moll -Tonart für diese Gattung verwendet, auch wurden erstmalig in der Musikgeschichte Piccoloflöte, Kontrafagott und drei Posaunen als lautstarke Instrumente erweitert, die eigentlich militärischer Musikübung entstammten. Die Uraufführung fand in einem Mammut-Konzert am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien statt, zusammen mit dem 4. Klavierkonzert, einer Chorfantasie und der 6. Sinfonie, die damals ebenfalls zum ersten Mal zu hören war.

Um 19.30 Uhr gibt es von Herrn Sven Großkopf eine Einführung in das Konzert.

Karten sind erhältlich im Vorverkauf im Conversationshaus zum Preis von 23 € oder an der Abendkasse zu 26 € erhältlich . Bei Nichtvorlage der Norderney-Card erhöht sich der Preis um 4 €.

Klassik & Meer    6. Symphonie-Konzert

Zwischen Melancholie und Ekstase

Mittwoch, 23. August 2017

GüKa  Das 6. Symphonie-Konzert des Klassiksommers 2017 am heutigen Mittwoch, 23. August 2017 um 20 Uhr im Haus der Insel, ist den Komponisten Sergej Rachmaninoff und Antonin Dvorak gewidmet. Das Warschauer Symphonie -Orchetser unter Leitung von Tadeusz Wicherek spielt das „Klavierkonzert Nr. 3, D-Moll op.30“ von Sergej Rachmaninoff (1873-1943). Während seines Aufenthaltes in Nordamerika hatte der Komponist stets ein inniges Verhältnis zum Boston Symphony Orchestra, mit dem er in den USA zahlreiche Klavierkonzerte gab. Das wenig später entstandene 3. Klavierkonzert ist eine großangelegte Sinfonie mit einem mächtigen freisätzigen Gebilde, in dessen Finale sich Steigerung um Steigerung häuft. Rachmaninoff komponierte das 3. Klavierkonzert für seine erste Amerika-Tournee. Am 28. und 30. November 1909 wurde das Werk mit der New York Symphony Society unter Leitung von Walter Damrosch im New Yorker New Theatre uraufgeführt. Als Pianist agierte der Komponist höchst persönlich. Rachmaninoff schuf das Werk hauptsächlich als Mittel, um sein eigenes superlatives Können auf der Tastatur zur Schau zu stellen, denn die technischen Schwierigkeiten werden von allen Pianisten gefürchtet - ja, sie übersteigen sogar die Fähigkeiten vieler Firsova. Inna 2_klanerkannter Künstler. Mit der Solistin Inna Firsova, die liebevoll von einigen Kritikern „…Poetin am Klavier“ genannt wird, konnte eine Künstlerin mit pianistischen Höchstleistungen verpflichtet werden. Die gebürtige Ukrainerin gewann bereits mit 13 Jahren ihren ersten internationalen Wettbewerb. Ihre Ausbildung begann sie in der Klavierklasse bei Svetlana Korzhova in Pervomaisk/Ukraine. Seit 2003 war sie als Jungstudentin an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater in der Klasse von Prof. Grigory Gruzman, wo sie Stipendiatin der Oscar- und Vera-Ritter-Stiftung war. Ebenfalls bei Prof. Gruzman setzte sie am Musikgymnasium Schloss Bevedere in Weimar ihre Ausbildung bis zum Abitur fort. In dieser Zeit erreichte sie gleich zwei erste Preise im Wettbewerb „Jugend musiziert“ in den Sparten „Duo Violine und Klavier“ und „Holzblasinstrumente und Klavier“. 2009 nahm Inna Firsova das Klavierstudium an der Folkwang Universität in der Klasse von Prof. Arnulf von Arnim auf, das sie 2013 mit dem akademischen Grad „Bachelor of Music“ abgeschlossen hat. Den anschließenden Master „Professional Performance“ absolvierte sie 2016 in der Meisterklasse von Prof. Henri Sigfridsson, der 2001 sein Norderney-Debüt gab. Seit 2011 in Inna Firsova Stipendiatin der Yehidi-Menuhin-Stiftung „Live Music Now“ und erhielt den Wilfried-Hofmeister -Förderpreis. Zusammen mit dem Geiger Aleksey Semenenko, der sein Norderney-Debüt 2016 mit einem Violin-Konzert von Mozart gab, tourten die Musiker 2016/17 als festes Duo durch die USA. Im Zuge des Zyklus „Best of NRW“ 2016/17 spielte sie in 13 verschiedenen Städten des Bundeslandes. Im zweiten Teil des Abends kommt wohl die größte und beliebteste Komposition von Antonin Dvorak (1841-1904) zum Klingen. Mit der „Symphonie Nr. 9 e-moll, op.95“ - Aus der neuen Welt - verarbeitete Dvorak erlebte und künstlerische Impressionen seines Amerika-Aufenthaltes, indem besonders im Largo (2.Satz) das Heimweh nach Hause spürbar wird. Schon zu Lebzeiten bekam Dvorak internationalen Zuspruch und überaus große Wertschätzung zu spüren, was ihm 1892 die Berufung zum künstlerischen Direktor an das New Yorker National Conservatory of Music einbrachte. Bereits im darauffolgenden Jahr begann er mit der Komposition seiner letzten Sinfonie, in der amerikanische, sowie auch böhmische Folklore ihren Raum haben. Die Uraufführung fand im Dezember 1893 in der berühmten Carnegie-Hall statt, in der Dvorak als Begründer eines eigenständigen „amerikanischen Musiktitels“ gefeiert wurde.

Um 19.30 Uhr gibt es von Herrn Sven Großkopf eine Einführung in das Konzert.

Karten sind erhältlich im Vorverkauf im Conversationshaus zum Preis von 23 € oder an der Abendkasse zu 26 € erhältlich . Bei Nichtvorlage der Norderney-Card erhöht sich der Preis um 4 €.

Klassik & Meer    Abschiedskonzert

Freitag, 25. August 2017

GüKa   Auch das diesjährige Abschiedskonzert im Klassiksommer findet mit einem neuen Konzept statt. Weit über 60 Kurkonzerte, 1 Eröffnungs-, 2 Familien- und 6 Symphonie-Konzerte, ein Galaabend, eine Norderneyer Classic-Night vor über 3.000 Besuchern, eine erfolgreiche White-Night im Kurgarten sowie ein Sonderkonzert im Altenheim „To Huus“ präsentierte das Warschauer Symphonie-Orchester in der 37. Konzertsaison. Die Musiker werden auch 2018 wieder in ihrem „Sommerhaus“ spielen, denn Musik hat von je her einen hohen Erholungswert und ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur. Aus dieser Tradition heraus war es für die Insel Norderney schon immer ein Gütezeichen, an Kurmusiken festzuhalten. Bereits 1855 weilte ein 60köpfiges Orchester aus Hannover auf der Insel. Musik verbindet Menschen aller Nationalitäten und schafft Freundschaften. Am heutigen Abend um 20 Uhr im Haus der Insel wird das „Bellezze Opera Trio“ mit einem neuen Programm auftreten. Die drei Interpreten hatten bereits beim Eröffnungskonzert die Herzen der Besucher gewonnen, denn sie wurden am Schluss der Veranstaltung mit Bravo-Rufen und Standung Ovations gefeiert. Dieses polnische Trio ist bereits über die Grenzen ihres Heimatlandes bekannt. Es vereinigt eine Sopran-, eine Bariton- und eine Tenorstimme, die mit hinreißenden Interpretationen berühmter Opern-und Operettenarien, Highlights der modernen klassischen Musik und berühmten Musical-Stücken ihr Publikum verzaubern. Alle drei verbindet ein enges Verhältnis, denn sie sind miteinander verwandt. Als Ehepaar und Schwager verstehen sie es, zu begeistern. Der Bariton ist Marcin Hutec, die Sopranistin Agnieszka Adamczak-Hutec und der Tenor Mikolaj Adamczak. Die drei Künstler mit Festivalerfahrungen verstanden es schon bei der Eröffnung der Konzertsaison, das Publikum mit auf eine einmalige musikalische Reise zu nehmen. Wer nicht dabei war, sollte sich das Konzert mit neuem Programm nicht entgehen lassen. Das Warschauer Symphonie-Orchester unter Leitung von Tadeusz Wicherek und Adam Banaszak wird zusammen mit dem „Bellezze Opera Trio“ durch die Welt der klassischen Unterhaltungsmusik führen. Bis zur 39. Konzertsaison vom 16. Juli bis 31. August 2018 wünschen wir allen Musikern und ihren Familien Gesundheit und Wohlergehen.
  „Auf Wiedersehen“-„Do widzenia“ !

Karten sind erhältlich im Vorverkauf im Conversationshaus zum Preis von 23 € oder an der Abendkasse zu 26 € erhältlich . Bei Nichtvorlage der Norderney-Card erhöht sich der Preis um 4 €.